Veränderungen durch das Corona-Virus

Es hat sich in den letzten Wochen durch das Corona-Virus viel in der Wohngruppe verändert.

Es gibt viele neue Regeln. Die Regeln sollen dafür sorgen, dass alle gesund bleiben.

Das sind einige der neuen Regeln:

  • wir waschen regelmäßig die Hände
        

  • wir bleiben in der eigenen Gruppe und besuchen die anderen Gruppen im Haus nicht

  • wir gehen nicht mehr in die Arbeit

  • Besucher dürfen nicht in die Wohngruppe kommen – dazu gehören auch Freunde und Angehörige

  • wir halten zu anderen Personen einen Abstand von 1,5 m – das ist gar nicht so einfach. Damit man sich vorstellen kann wie weit 1,5 m ist haben wir eine Messlatte bekommen, die genau 1,5 m lang ist.
           

  • alle Gruppenangebote wie z. B. Fußballspielen, Kegeln, Turnen, wurden abgesagt

  • wir gehen nicht mehr selber zum Einkaufen – wir haben einen Einkaufsdienst, der die Sachen für uns einkauft

  • beim Spazieren gehen mit den Mitarbeitern nehmen wir immer einen Mundschutz mit

  • die Mitarbeiter tragen einen Mundschutz

  • wir messen regelmäßig Fieber

 

Manuela Dominik, Reporterin bei der „Hilde“ und bei „Radio Sag Was“ berichtet von ihrer Zeit in der Quarantäne.

Die Zimmer Quarantäne

Seit Freitag, den 4. April 2020 bin ich, Manuela, in Zimmer-Quarantäne. Ich habe der Mitarbeiterin gesagt, dass ich Halsweh habe. Sie hat gesagt, dass dies ein Anzeichen für das Corona Virus sein kann. Dann musste ich in den TSM Raum. Dort war ein Quarantäne-Zimmer eingerichtet. Ich hatte keinen Fernseher und kein Telefon in dem Zimmer. Die Mitarbeiter telefonierten mit dem Chef in Straubing, ob die Quarantäne auch in meinem Zimmer geht. Ich durfte wieder in mein Zimmer zurück - aber nur mit bestimmten Regeln! Ich bekam einen Klostuhl und eine Waschschüssel zum Waschen. Ich musste in meinem Zimmer bleiben. Die Mitarbeiter durften nur mit Schutzanzug und Schutzmaske in mein Zimmer. Sie brachten mir so etwas zu Essen. Die Mitarbeiter gingen nur über die Terrassentür in mein Zimmer. Mir war es in meinen Zimmer nicht langweilig. Trotzdem war es für mich sehr schlimm, dass ich im Zimmer bleiben musste, weil ich meine Mitbewohner nicht treffen durfte. Ich setzte mich in die Sonne, ich strickte einen Topflappen. Ich betete auch. Die Mitarbeiter schauten immer nach mir, wie es mir geht. Sie redeten sehr viel mit mir und munterten mich auf.

Ich habe 3 Tage gewartet und bekam dann einen Termin für den Corona-Test. Ich habe sehnsüchtig auf die Nachricht vom Gesundheitsamt gewartet. Nach weiteren 4 Tagen war dann das Testergebnis da und es war alles in Ordnung. Ich war überglücklich, dass ich gesund bin und das Zimmer verlassen konnte.

 

Außerdem haben wir uns bei den Bewohnern in Haselbach (natürlich ohne Kontakt) umgehört, was sich für sie verändert hat, was sie vermissen und auf was sie sich nach der Corona Zeit besonders freuen:

Manuela: „Für mich hat sich vieles verändert. Ich kann nicht zum Bäcker gehen und nicht an die Tankstelle. Es gibt viele Vorschriften und es ist für mich schwierig, mich an alles zu halten.“

Markus: “Es lebt sich momentan entspannt in der Wohngruppe.“

Mercan: „Ich vermisse es, andere Gruppen zu besuchen.“

Steffi: „Es ist schön, dass ich jetzt lange aufbleiben und lange Fernsehen kann. Ich habe jetzt viel Zeit zum Malen."

Alois: „Ich vermisse es ins Wirtshaus zu gehen.“

Thomas: „Ich vermisse meine Mama und meinen Papa und meinen Arbeitsplatz.“

Benjamin: „Ich freue mich besonders, wenn Fußballspielen wieder losgeht und auf den Friseurbesuch.“

Manuela: „Ich freue mich besonders, wenn ich wieder selber einkaufen darf.“

 

Ihr dürft euch auf ausführliche Berichte in der neuen Ausgabe der „Hilde“ und bei „Radio Sag Was“ freuen.

Bleibt alle gesund!

Schöne Grüße aus Haselbach

Manuela und Rebecca

 

Bild und Text: Rebecca Paper

 

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