Adventsfeier mal ganz anders

Adventliches Straßenfest in der Koppgasse

Wir, die Gruppe St. Veit von der Wohngemeinschaft St. Hildegard hatten am 3. Dezember unsere Adventsfeier. Unsere Eltern und gesetzlichen Betreuer waren zu der Feier eingeladen.


 Am Vortag haben wir Bierbänke und Biertische aufgestellt, alles weihnachtlich dekoriert und die Garage vorbereitet für das Straßenfest. Wir haben unseren Kinderpunsch und weißen Glühwein selbst gemacht. Für unsere Gäste haben wir zwei Lieder und ein Gedicht geübt. Da unsere Tische bereits am Samstag alle dekoriert waren, saßen wir zum Teil am Boden um den Wohnzimmertisch rundum und aßen so. Dies war aber auch mal ganz lustig.

Am Sonntag haben wir noch einmal alles durchgesaugt und überprüft, damit auch ja alles sauber ist für unsere Adventsfeier. Alle unsere sieben Erzieher und unsere Hauswirtschaftskraft kamen an dem Sonntag, um mit uns und unseren Eltern zu feiern. Um 14:30 Uhr war ein Gottesdienst in der Ursulinenkirche. Hier wurde unser Adventskranz vom Pfarrer geweiht. Nach und nach kamen die Gäste zu uns ins Haus. Es gab Kaffee, Punsch und viele Plätzchen. Nach unserem eingeübten Gedicht und den Liedern, gingen wir runter in die Garage und auf die Straße. Diese haben wir extra für unser Fest abgesperrt.

Wir haben auch unsere Nachbarn von der Koppgasse eingeladen und ein paar sind auch vorbei gekommen. Dies hat uns sehr gefreut, weil man sich dadurch kennengelernt hat. Wir haben sie durch unser Haus geführt, damit sie sehen konnten wie wir wohnen. Cosima unsere Gruppenleitung hat eine Fotopräsentation mit dem Beamer gezeigt. Hier konnten alle sehen, was wir seit unserem Einzug erlebt haben. Außerdem wurden auch ein paar Stilblüten von uns präsentiert. Diese fanden alle sehr lustig und amüsant. Ein Beispiel hierfür war: Kathi zu Mariella: „Du bist ja der Einstein im Hauptstädte raten… was ist die Hauptstadt von Paris?" Tobi sagt: „Das ist ja leicht…"

Nach der Präsentation gab es Leberkäsesemmeln und Käsesemmeln.

Unsere Adventsfeier war heuer mal was ganz anderes, da auch die Nachbarn eingeladen waren. Wir fanden es alle super und auch interessant neue Leute kennen zu lernen. Es war ein gemütliches Beisammensein und man hat gemerkt, dass es auch den Nachbarn gut gefallen hat. Es wurden viele gute Gespräche geführt und es gibt auch schon Pläne für weitere Treffen. Durch das Kennenlernen der Nachbarn ist es auch schöner hier zu wohnen, da man jetzt einfach miteinander reden kann, wenn man sich in der Straße trifft.

Unsere Adventsfeier war ein schöner Beginn für die Weihnachtszeit. Wir wünschen auch allen Lesern eine besinnliche Adventszeit. Im Anschluss wollen wir noch gerne unser vorgetragenes Gedicht mit auf den Weg geben:

Vorweihnachtstrubel:

Grüner Kranz mit roten Kerzen,
Lichterglanz in allen Herzen,
Weihnachtslieder, Plätzchenduft,
Zimt und Sterne in der Luft.

Garten trägt sein Winterkleid.

Wer hat noch für Freunde Zeit?

Leute packen, basteln, laufen,
grübeln, suchen, rennen, kaufen,
kochen backen braten, waschen,
rätseln, wispern, flüstern, naschen,
schreiben Briefe, Wünsche, Karten,
was sie auch von dir erwarten.

Doch wozu denn hetzen, eilen,
schöner ist es zu verweilen
und vor allem dran zu denken
sich ein Päckchen „Zeit" zu schenken.

Text und Bild: Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Veit