Neues aus Wohngemeinschaften St. Hildegard
Dies und Das – bleiben Sie aktuell.
Das AUW (Ambulant Unterstütztes Wohnen), heute AAW (Aufsuchende Assistenz Wohnen), ist eine andere Wohnform als das stationäre Wohnen in einer Wohngemeinschaft.
Im ambulanten Wohnen leben die Menschen in ihrer eigenen Wohnung. Die Mitarbeitenden des AAW kommen vorbei und unterstützen dort, wo Hilfe benötigt wird. Das AUW gibt es nun seit 25 Jahren. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums wurde unter dem Motto „Wohnen wie ICH will“ ein Fachtag veranstaltet. Dabei war ein Punkt besonders wichtig: Es soll nicht nur ÜBER Menschen mit Behinderung gesprochen werden, sondern MIT ihnen. Aus diesem Grund nahmen rund 120 Gäste teil. Sie kamen aus unterschiedlichen Bereichen und brachten viel Fachwissen mit, zum Beispiel Mitarbeitende aus dem AAW, Leistungsnehmerinnen und Leistungsnehmer sowie Politikerinnen und Politiker.
Auch besondere Gäste waren anwesend. Einer davon war Herr Holger Kiesel. Er war der Schirmherr des Fachtages, das heißt, er hat die Veranstaltung in seinem Namen unterstützt. Herr Kiesel ist der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung.
Vor 25 Jahren, am 01. April 2001, entstand das AUW in Zusammenarbeit mit dem Träger, der Politik, der WG St. Hildegard und vielen weiteren Beteiligten. Früher wurde das AUW als „ausgelagerter Wohnplatz“ bezeichnet und befand sich in der Regensburger Straße in Straubing. Es handelte sich dabei um eigene Wohnungen für die Leistungsnehmerinnen und Leistungsnehmer.
Heute besteht das AAW-Team aus insgesamt 14 Mitarbeitenden. Die Teamleitungen sind Maria Beyerl und Michaela Völkl. Insgesamt werden derzeit 42 Leistungsnehmerinnen und Leistungsnehmer vom AAW Straubing betreut.
Um die Aufsuchende Assistenz Wohnen nutzen zu können, braucht es ausreichend Wohnangebote, also Wohnungen, die auch bezahlbar sind. Auch der Direktor Herr Eibl der KJF Regensburg betont, wie wichtig Wohnangebote für Menschen mit Behinderung im ambulanten Bereich sind.
Der Fachtag war ein voller Erfolg. Er bot eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen, zu diskutieren und die eigene Meinung einzubringen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig das Thema Wohnen ist und dass jeder Mensch selbst entscheiden können soll, wie und wo er wohnen möchte.